Paleo 360

Christian Verlag / Silvio KnezevicPaleo ist keine Diät, sondern eine Lebenseinstellung! Keiner weiß das besser als Nico Richter, fleißiger Blogger bei Paleo 360, Bestseller-Autor und Sportskanone zugleich. Er liebt Kochen – und zwar ausschließlich mit natürlichen und unverarbeiteten Lebensmitteln.

paleo360-3So sehr, dass er sein Hobby sogar zum Beruf gemacht hat. Neben dem Blog hat er mit „Paleo – Power for Life“ einen 224-seitigen Super-Schinken der Paleo-Küche auf den Markt geworfen. Und wenn er gerade mal nicht in der Küche steht oder sich beim Sport herumtreibt, kann man mit Nico Richter auch unfassbar tolle Interviews führen. Doch lest selbst…

Jana: Wie bist du das erste Mal mit Paleo in Berührung gekommen? 

Nico: Angefangen hat das ganze vor knapp zwei Jahren, als bei einer Routineuntersuchung beim Arzt so schlechte Blut-Ergebnisse herauskamen, dass schon das Risiko auf Langzeit-Diabetes bestand. Das Wochenende danach habe ich dann zufällig einen Freund in London besucht, der gerade mit Paleo angefangen hat. Zusammen haben wir dann die ersten Paleo Rezepte ausprobiert. Dass ich mich bewusst für Paleo entschieden habe, war eigentlich ein Stadt-Fest in London, als es weit und breit nichts ordentliches zu essen gab und wir uns Obst-Stände gesucht haben, an denen es Spieße gab, die mit Schokolade überzogen waren. Die haben wir uns dann einfach ohne die Schokolade geben lassen.

Und zuhause direkt drangeblieben?

Vom Grundgedanken und der Logik her war ich ziemlich schnell von Paleo überzeugt. Auf amerikanischen Blogs habe ich mich dann weiter informiert und dann mit der 30 Tage Paleo Challenge angefangen. Die Vorteile für mich waren einfach super. Ich hab mich richtig gut gefühlt, besser geschlafen, bessere Haut bekommen und kein Nachmittagstief gehabt. Ich hatte einfach ein besseres Körpergefühl. Nach zwei drei Monaten habe ich dann beim Arzt eine Nachuntersuchung machen lassen. Die Blutwerte waren auch viel besser und für mich war einfach klar, dass ich dabei bleibe.

Wie gehen deine Familie und Freunde mit Paleo um? Wird auf Familienfesten schon Paleo serviert?

Mittlerweile ja! Viele Freunde haben sich schon anstecken lassen und gerade meine Eltern sind sehr offen was das angeht. Sie kochen sehr viel und kochen mittlerweile auch sehr bewusst. Natürlich kommt morgens das Brötchen auf den Tisch, aber gerade wenn es ums Mittagessen oder Abendessen geht, gibt es bei ihnen immer Paleo. Bei Familienfesten esse ich mich meistens vorher satt oder mache mir einen Bulletproof Coffee. Ein- oder zweimal im Jahr mache ich dann eine Ausnahme und gönne mir auch mal ein Stück Kuchen.

Apropos cheaten! Wie sieht so ein Cheat Day in der Regel bei dir aus? 

Cheat Days sind bei mir nicht bewusst geplant. Im Gegensatz zu vielen anderen habe ich den Vorteil, dass ich keine allzu große Unverträglichkeit habe, mir geht es zwar am nächsten Morgen nicht super, aber es gibt ja auch Leute denen geht es nach einem Cheat Day richtig schlecht. Da habe ich echt Glück. Bei mir ist es eher eine langfristige bewusste Entscheidung Paleo zu machen. Als ich im Juli zum Beispiel in Hamburg den Triathlon gemacht habe, habe ich mir im Anschluss mit Freunden Pizza und Eis gegönnt.

Im letzten Jahr hast du beim „Tough Mudder“ mitgemacht, dieses Jahr hast du einen Triathlon absolviert, was war für dich die größte Herausforderung dabei?

Von der Anstrengung war der Triathlon um einiges schlimmer, weil man einfach an der Leistungsgrenze schwimmt, fährt und am Ende auch noch läuft. Der „Tough Mudder“ war zwar sehr hart, aber eher ein Fun-Event. Die ganzen Strom-Stationen mit den Elektro-Schocks haben da zum Beispiel gar nicht reingepasst, das war ein bisschen übertrieben.

Wie hast du dich mit Paleo auf diese extreme Belastung vorbereitet?

Ich habe zwar früher schon sehr viel Sport gemacht aber mit Paleo bin ich insgesamt fitter geworden und habe mehr Energie als früher. Meine Grundfitness trainiere ich vor allem mit Laufen, Schwimmen und Bewegung an der frischen Luft.

Du wohnst ihn München, wie passt Paleo auf die Wiesn?

Früher als ich noch nicht Paleo gemacht habe, war ich sehr oft auf der Wiesn. Letztes Jahr dann nur ein- zweimal, da gibt es dann schon mal eine Ausnahme. Man kann ja auch nicht auf die Wiesn gehen, Wasser trinken und einen Salat essen.

Was in keinem Paleo-Haushalt fehlen darf ist…?

Ein scharfes Messer! Ich habe zum Beispiel ein richtig gutes Messer, mit dem schneide ich fast alles. Außerdem liebe ich meine Multifunktions-Maschine zum Raspeln und Schnibbeln. Ein ganz einfaches Ding, aber sehr hilfreich. Und natürlich der Spiralschneider für Gemüse-Spaghetti.

Paleo und Milchprodukte, einer der größten Streitpunkte in der Paleo Ernährung. Wie denkst du darüber?

Früher habe ich selber viel Milch getrunken, das habe ich sehr stark reduziert. Das einzige was ich von Zeit zu Zeit einmal esse ist Kefir oder Vollfett-Quark, den gibt es hier in Bayern beim Bio-Bauern. Im Sommer gibt es dann ab und an mal ein Eis, das muss auch nicht unbedingt selbstgemacht sein, es darf auch vom Eismann sein, das ist einfach zu lecker und zu gut und sollte man dann auch bewusst genießen.

Dein Lebensmittelladen deines Vertrauens ist..?

Hier in München gibt es den Hermannsdorfer, eine Art Hofladen mit zwei drei Geschäften und die verkaufen echt tolles Fleisch von Weide-Rindern. Ansonsten gibt es bei uns beim Rewe sehr gutes Rindersteak von irischen Weiderindern.

Was erwartet uns als nächstes? Neues Buch? Kochshow? Wünsche, Träume, Ideen? Raus damit!

Wir arbeiten gerade an einem neuen Buch, das hat aktuell Vorrang, denn Bücher brauchen extrem viel Vorlauf. ansonsten versuchen wir wieder aktiver auf unserem Blog zu werden. Gastautoren für den Blog zu gewinnen, die Spannendes zu sagen haben und auch mal andere Themen außer der Ernährung beleuchten. Ansonsten lassen wir uns überraschen was die Zukunft so bringt.

Nicos Lieblings-Rezept aus dem Buch

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HAMBURGER MIT ANANAS

Für 4 Personen // Aktiv: 35 Minuten // Insgesamt: 35 Minuten
Nährwert pro Portion: 408 kcal // 31 g E // 29 g F // 7 g KH

Zutaten

  • 600 g Hackfleisch vom (glücklichen) Rind
  • 1 Ananas
  • 1 große rote Zwiebel
  • 1 kleine Zwiebel
  • 0.5 TL Chili-Pulver
  • 2 EL Kokosöl
  • 1 Prise(n) Salz
  • 1 Prise(n) Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Ananas von der Schale befreien, dann 8 Scheiben davon abschneiden und diese jeweils vom Strunk in der Mitte befreien. Die rote Zwiebel schälen und in große Ringe schneiden.
  2. Die kleine Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden und zusammen mit dem Hackfleisch, dem Chilipulver sowie Salz und Pfeffer zu einem Teig verkneten. Dann aus dem Fleischteig 4 Burger formen.
  3. In 2 Pfannen je 1 EL Kokosöl auf mittlerer Stufe erhitzen. Dann die Burger, die Ananas und die Zwiebelringe auf die Pfannen verteilen und anbraten, bis alles leicht gebräunt ist. Dabei einmal wenden. Die Burger bei mittlerer Hitze solange braten, bis sie durch sind. Lässt sich einfach testen, indem man mit dem Pfannenwender leicht draufdrückt – wenn kein Fleischsaft mehr austritt, sind sie gar.
  4. Zum Servieren die Hamburger wie folgt auf vorgewärmten Tellern anrichten: Zuunterst eine Scheibe Ananas, dann einen Burger, (nach Wunsch etwas Guacamole) eine Schicht Zwiebelringe und zum Abschluss die zweite Ananasscheibe aufsetzen.
© Christian Verlag / Silvio Knezevic

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3 Comments

  1. JuYogi sagt:

    Schaut soooo lecker aus!! :O

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  1. […] Nico Richter: „Es ist (ohne Witz) einfach noch besser als das Erste. Vor allem die Rezepte haben (meiner Meinung nach) eine  höhere Qualität und sind vor allem bestens für den Alltag geeignet. Kategorien wie „Satt in 20 Minuten“ oder „Lunchbox” machen das Auffinden der passenden Rezepte deutlich einfacher. Außerdem haben wir unsere saisonalen Lieblingsgerichte für jeden Monat des Jahres integriert.“ […]

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