Die Gesundheitsgranate

apfel5Plooopp… Habt ihr das gehört? Ungefähr so klingt mein reißender Geduldsfaden wenn ich mal wieder einen Granatapfel oder eine Pomelo auseinandernehme. Nein, nicht schälen oder filetieren, ich meine wirklich auseinandernehmen! Denn bevor man an die köstlichen Kerne kommt, sieht die Küche meist schon aus wie mitten in einem Massaker. Damit ist jetzt Schluss! Denn heute zeige ich euch, wie ihr die Gesundheitsgranate ohne einen einzigen Tropfen zu vergießen, klein kriegt!

Das Geheimnis ist der goldene Schnitt!

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Für diese simple und trotzdem revolutionäre Schälmethode schneidet ihr den Stengel des Granatapfels einfach rechteckig aus, so dass ein Loch in der Frucht entsteht. Von jeder Ecke des Rechtecks schneidet ihr nun 4 Schnitte bis hinunter zum Stielansatz.

Anschließend wird der Granatapfel entlang der Schnitte einfach sternförmig aufgebrochen. Die Kerne liegen unbeschadet vor euch und die Küche hat noch keinen einzigen Spritzer abbekommen! Um die Kerne zu lösen, benutzt ihr ganz behutsam die Finger. Sollten sie sich nicht so einfach lösen wie erwartet, könnt ihr die Schale ein wenig umzustülpen. Aber bitte fangt nicht an mit den Fingernägeln oder einem Löffel an der Frucht herumzupulen, denn dann haben wir die selbe Sauerei, die wir nun vemeiden wollen.

Die weiße Haut könnt ihr übrigens komplett entfernen, sie enthält Bitterstoffe die kein Schwein schmackhaft findet. Also weg damit 😉

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Jetzt liegt der Granatapfel nackt vor uns, doch was steckt eigentlich drin in dem süß-säuerlichen Früchtchen?

Neben reichlich Mineralstoffen wie Kalium und Spurenelemente wie Eisen, steckt in der roten Paradiesfrucht einiges an Kalzium, Vitamin B und C. Laut einer Studie der Universität von Kalifornien enthalten Granatäpfel sogar mehr Antioxidantien als Rotwein und Traubensaft. So stecken in ihnen unter anderem Polyphenole und die Pflanzenfarbstoffe Flavonoide, die gegen das LDL-Cholesterin wirken sollen, welches zur Gefäßverkalkung führt. Zudem soll die rote Wunderfrucht bei Prostatakrebs helfen und dank der enthaltenen Bitterstoffe die Fettverdauung ankurbeln. Zur saftigen Weihnachtsgans probiert dieses Jahr doch einfach mal Rotkohl mit Granatapfel.

Woher der Granatapfel eigentlich stammt, kann man gar nicht genau sagen. Seine Geschichte reicht etwa 5000 Jahre zurück und findet bereits in der Bibel Erwähnung. Das raffinierte Innenleben soll 613 Kerne beherbergen, genauso viele, wie es Gesetze im Alten Testament gibt.

Dass er außerdem ziemlich lecker ist brauche ich euch ja nicht mehr erzählen, doch kaum eine andere Frucht ist so vielfältig wie der Granatapfel. Ob zum Rotkohl, im bunten Salat oder mit Joghurt oder Chia-Pudding, Granatapfel geht immer! Da die Granatapfel-Saison (von Herbst bis Weihnachten) gerade auf Hochtouren läuft, solltet ihr das dicke Früchtchen jetzt unbedingt in euren Speiseplan mit aufnehmen..

Bildnachweis: Chien-Ju Shen via Getty Images / Jana Miksch

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