Wie ich mit 26 Jahren noch einmal Laufen lerne…

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Der Schmerz im Knie und ich wir kennen uns. Wir haben eine gemeinsame Vergangenheit. Doch meistens lässt er mich in Ruhe. Erst ab 15 bis 20 Kilometern fängt er an von hinten an der Kniescheibe zu klopfen. Strecken wie 2013 beim Tough Mudder (20km) oder 2014 beim Krassfit Lauf (18km) sind daher tabu für mich und mein Knie. Doch Anfang diesen Jahres hat sich mein alter Bekannter bereits nach fünf Kilometern zurück gemeldet. Während ich die ersten morgendlichen Kilometer ohne Schneedecke und Minusgraden in vollen Zügen genoss, hat sich mein Knie doch dreister weise quer gestellt. Treppensteigen, der Weg zum Bus und ins Büro wurden zur echten Qual. Und weil ein Knie alleine natürlich nicht ausreicht, hat das andere direkt mitgestreikt.

Während ich also Stoßgebete in den Himmel und an mein Knie sandte, hat der Orthopäde meines Vertrauens direkt einen MRT Termin vereinbart. Doof nur, dass man auf den Aufnahmen keine Ursache für die Schmerzen finden konnte. Sehnen sehen super aus, Bänder sind topfit und ganz zu schweigen vom Knorpel und der Gelenkflüssigkeit. Doch woher kam der Schmerz. Zu meiner großen Überraschung eröffnete mir mein Arzt den Grund für mein Kniedebakel: Zu wenig Oberschenkelmuskulatur!

Knieschmerz verursacht durch Muskelschwäche der Oberschenkelmuskulatur?

Klingt komisch, ist aber so! Denn sobald die Stabilisierungsfähigkeit des Kniegelenkes beim Joggen mangels muskulärer Führung hin und her rutscht, reduziert sich die Stoßdämpfung im Kniegelenk, was wiederum zu Schmerzen im vorderen Teil des Knies führt. Ja genau! Ich, die die fünf Tage die Woche zum CrossFit, Yoga und Laufen geht. Pustekuchen! Der Schuldige heißt übrigens: Musculus vastus medialis obliquus. Er ist der Kern des Oberschenkelstreckers (Quadriceps) und soll die Kniescheibe aktiv nach innen/oben ziehen. Tut er dies nicht, weil er zu wenig ausgeprägt ist, rutscht die Kniescheibe beim Laufen wie eine Diskus-Scheibe hin und her.

Doch was kann man dagegen tun?

Die Antwort heißt gezielte Physiotherapie. Da ich immer felsenfest davon überzeugt war, dass Physiotherapie etwas in Richtung Renter-Gymnastik und Massage sei, wurde ich bei meiner ersten Praxis-Stunde direkt eines besseren belehrt. Keine fünf Minuten auf dem Rücken, perlten mir die ersten Schweißtropfen von der Stirn. Sogar Hausaufgaben bekam ich mit nach Hause. „Das kann ja durfte werden“, dachte ich mir, während ich morgens um kurz nach sieben wie ein gequälter Marienkäfer auf dem Rücken lag und jeden Muskel in meinem Bein spürte…

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Wie ich mich beim ersten Sprinttraining des Jahres geschlagen habe und was ich im Oktober auf Malle mache, lest ihr nächste Woche im zweiten Teil…
Eure Jana 

Foto:  Bartek Zyczynski/J_ana

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3 Comments

  1. […] Weg zum Mallorca Halbmarathon nimmt langsam Formen an. Nachdem ich euch bereits im ersten Teil mit meinem Knie und seinen Zickereien bekannt gemacht habe, geht es diese Woche um das tägliche […]

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