Berlin zeigt dir, was das Leben alles kann

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Ich mag die Großstadt. Ich mag den Berliner Sommer. Und die Zimtschnecken bei Zeit für Brot. Ich mag es um 22 Uhr ins Bett zu gehen. Ich mag den Zoopalast. Ich mag Karl’s Erdbeerhäuschen. Ich mag das Caras auf dem Ku’damm und wie man dort die Leute beobachten kann. Ich mag den Geruch von frisch gemähten Wiesen, von Tankstellen und neuen Büchern. Und ich mag Ullrich – auch am Sonntag!

Ich kann trampelnde Jogger nicht leiden. Und Touristen, die mitten auf dem Gehweg haltmachen und etwas fotografieren. Oder Leute, die direkt nach dem Aussteigen aus der Bahn wie angewurzelt stehen bleiben. Ich mag’s nicht, wenn mich Kassierinnen ungefragt vollquatschen. Oder Leute, die den Busfahrer nach dem Weg fragen und den halben Verkehr aufhalten. Und ich mag die Schlange vor der Monkey Bar nicht, obwohl es oben nie voll ist. Ich mag es nicht, dass Freiluftkinos im Sommer erst um 21 Uhr anfangen, oder dass Reinickendorf der neue In-Bezirk werden soll.

Ich mag die U2, die einen fast überall hinbringt. Ich mag es, wenn nachts Autos unter meinem Fenster vorbei fahren. Und die Robben vom Berliner Zoo, die ich von meinem Balkon aus hören kann. Ich mag Koblauch – in fast jedem Gericht. Ich mag’s im Winter mit Sonnenbrille durch die Stadt zu laufen. Und ich mag es, wie es nach einem warmen Sommerregen im Tiergarten riecht.

Ich mag es nicht, wenn Fahrradfahrer mit 40 Sachen durch die Stadt rasen. Oder, wenn sie so penetrant auf dem entgegengesetzten Radweg fahren, dass man selbst ausweichen muss. Ich mag es nicht in der L’Osteria jedes zweite Mal einen Salat mit Parmesan zu bekommen, obwohl ich ihn ohne bestellt habe. Ich mag Umkleidekabinen nicht. Und warum, zum Teufel, ist das Semesterticket der FU aus Papier? Einen Monat benutzt, sieht es aus wie durch den Reißwolf gezogen. Ich mag überteuerte Streetfood-Märkte nicht und das mein Lieblings-Dönerladen am Zoo weg ist.

Ich kann defekte Rolltreppen nicht leiden. Und das man für Avocado und Guacamole immer extra zahlen muss! Ich mag es nicht, wenn Coffeeshops H-Milch verwenden. Ihr verdient euer Geld mit ‚gutem Kaffee‘, also versaut ihn nicht auf diese Weise. Ich mag die Akkordionspieler in der S-Bahn nicht. Ich mag es nicht, dass das Transit nur noch zwei statt drei Hühnerspieße serviert und Süßkartoffelpommes gar nicht mehr. Und der Alex ist auch nicht die Mitte von Berlin! Und trotzdem liebe ich sie, meine Heimatstadt Berlin.

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